IRC, das nie offline geht: ZNC über Tor und ein eigener InspIRCd

Ein persistenter IRC-Bouncer auf Kubernetes, der seine Upstream-Netze als Onion-Services über Tor erreicht — plus ein interner IRCd und ein nostalgischer Blick auf BitlBee

IRC ist tot, lang lebe IRC. Während der Rest der Welt durch Messenger-Silos zieht, hänge ich nach wie vor gern in ein paar IRC-Kanälen ab — und damit mir dabei keine Zeile entgeht, betreibe ich einen Bouncer. Bei mir ist das ZNC , läuft auf Kubernetes und erreicht seine Upstream-Netze nicht direkt, sondern als Onion-Services über Tor.

Dienste mit TOR und Onioncat über das Internet freigeben

Mit Hilfe von TOR und Onioncat interne Dienste über das Internet unter Umgehung von NAT verfügbar machen

In einem recht restriktivem Netzwerk benötigte ich eine Möglichkeit, um auf diverse interne Dienste über das Internet zugreifen zu können. Diesen Anlass nahm ich als Gelegenheit um etwas mit TOR und Onioncat herumzuspielen. Mein primäres Ziel war es, sicheren Zugriff auf den internen Mailserver zu gewähren, sodass ich E-Mails abrufen kann ohne direkt mit dem LAN verbunden zu sein.

TOR dient hier lediglich als Transportebene, so ist keine Portweiterleitung im Router notwendig. Onioncat wird als hidden-service bereitgestellt und erzeugt ein Overlay-Netzwerk, welches IPv6 als Protokoll auf Layer 3 verwendet. Die Dienste sind dann später über eine statische IPv6 Adresse via TOR/Onioncat erreichbar.