Resource-Requests aufhören zu raten — VPA und Goldilocks im Recommend-Only-Modus

Auf vier ARM-Boards ist jedes Mebibyte gezählt — trotzdem habe ich CPU- und Memory-Requests jahrelang aus dem Bauch gesetzt. Der Vertical Pod Autoscaler beobachtet jetzt den echten Verbrauch und schreibt Empfehlungen, Goldilocks macht sie als Dashboard lesbar. Bewusst nur als Ratgeber: VPA fasst keinen einzigen Pod von selbst an.

Resource-Requests und -Limits habe ich in meinem Lab lange so gesetzt, wie man es eben macht: ein paar Werte aus dem Bauch, 100m/128Mi als Reflex, und dann nie wieder angefasst. Auf einer dicken Cloud ist das egal. Auf vier RK1-Boards mit endlichem ARM-Speicher ist es das nicht: Setze ich zu hoch, verschenke ich Kapazität, die kein anderer Pod mehr bekommt, weil der Scheduler den Request reserviert, nicht den Verbrauch. Setze ich zu niedrig, holt mir der OOM-Killer nachts einen Pod ab oder die CPU wird in den Boden gethrottlet. Beides hatte ich. Was mir fehlte, war kein Gefühl, sondern eine Zahl.