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fabric: Eine Machbarkeitsstudie für ein selbstheilendes P2P-Mesh

Wie finden sich Knoten, wenn Adressen wechseln, Verbindungen abbrechen und kein zentraler Dienst die Topologie kennt? fabric ist meine Forschungsplattform für Peer-Discovery, Route-Healing, mehrstufige Transportwege und klar begrenztes Vertrauen. Dieser Beitrag beschreibt, was bereits funktioniert, wo die Selbstheilung heute endet und warum gerade diese Grenze interessant ist.

Ein Mesh ist auf dem Whiteboard immer gesund. Ein paar Kreise, einige Linien dazwischen, vielleicht noch eine Wolke für „das Internet“ — fertig ist das dezentrale Netz. Interessant wird es erst, wenn man eine Linie wegradiert. Oder drei. Wenn ein Knoten umzieht, eine Adresse nur aus einem privaten Netz erreichbar ist, UDP plötzlich verschwindet und niemand mehr zuverlässig sagen kann, welcher Weg zum Ziel noch existiert.

Genau dort beginnt fabric. Das Projekt untersucht, ob sich aus wenigen, bewusst begrenzten Bausteinen ein Peer-to-Peer-Netz zusammensetzen lässt, das neue Teilnehmer sicher aufnimmt, seine Nachbarn selbst entdeckt, indirekte Wege lernt und veraltete Routen wieder überprüft. Nicht als fertiges Produkt und nicht als Versprechen, jedes kaputte Netz magisch zu reparieren, sondern als Machbarkeitsstudie für Discovery und Auto-Healing: ausführbar, testbar und offen genug, dass auch die Lücken sichtbar bleiben.